Um 18 Uhr am 23. Juni 2026 war es wieder so weit. Unsere gewählten Vertreterinnen und Vertreter versammelten sich zusammen mit unserem Vorstand und dem Aufsichtsrat im Berner Volkshaus zu unserer diesjährigen Vertreterversammlung.

Zusammen gedachten wir zunächst unseren verstorbenen Mitgliedern. Dann erfolgte die Information der Vertreterinnen und Vertreter durch unseren Vorstand. Martin Burmeister und Florian Kopitzki berichteten über das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025 und erläuterten die zukünftigen Herausforderungen an unsere Genossenschaft. Die gesunde, solide wirtschaftliche Lage unserer Genossenschaft, der Abschluss der Einblasdämmung in den Siedlungshäusern, der langwierige, aber vielleicht doch bald abgeschlossene Genehmigungsprozess unserer Neubauplanung für die Kathenkoppel waren wie 2025 wichtige Themen. Überragt wurden sie aber von dem erfolgreich abgeschlossenen Gestaltungswettbewerb zum Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen Berne“, wofür nun bereits auch die Bezirksversammlung ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet hat.

Der Ausblick auf die nächsten Jahre war geprägt von den anstehenden erheblichen Aufgaben und finanziellen Herausforderungen bei der energetischen Sanierung unseres Haus- und Wohnungsbestands, die durch den Hamburger Klimaentscheid noch größer geworden sind.
Für den Aufsichtsrat berichtete Ulf Thiele über die erfolgreiche Arbeit des Vorstands im gesamten Berichtsjahr 2025 sowie über die gute Zusammenarbeit im Aufsichtsrat und mit dem Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende betonte, dass der gesamte Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands unterstützt, und trug die Empfehlung des Aufsichtsrats vor, dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Ergänzend stellte Cornelia Reichmuth als Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats den auch in diesem Jahr positiv ausgefallenen Prüfbericht des VNW (Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.) für das Geschäftsjahr 2024 vor. Er enthielt keine Beanstandung an der Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. In der konzentriert geführten Aussprache über die Berichte wurden vertiefende Nachfragen aus der Vertreterversammlung zum Geschäftsbericht beantwortet und wichtige Anregungen wie die Wiederaufnahme des Abschnitts „Mehr als Wohnen“ in den Geschäftsbericht gegeben. Die Vertreterversammlung sprach sich für eine Dividende von 3 % aus. Entsprechend wurde der vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Jahresabschluss 2025 samt Lagebericht, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang beschlossen. Die Vertreterversammlung beschloss ferner, dass von dem Jahresüberschuss von 1.257.150,50 €, nach Einstellung von 125.715,05 € in die gesetzliche Rücklage, der Betrag von 775.773,20 € in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt wird. Der erwirtschaftete Bilanzgewinn in Höhe von 355.662,25 € ist gemäß § 41 der Satzung zu verteilen und als Dividende in Höhe von 3 % auf die am 01.01.2025 vorhandenen Geschäftsguthaben auszuschütten.

Die Vertreterversammlung erteilte dem Vorstand und dem Aufsichtsrat jeweils Entlastung.

Bei den folgenden Wahlen zum Aufsichtsrat bewarben sich nur die drei turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Henning Kiani, Alexander Matthies und Tobias Prautzsch um die drei Aufsichtsratsplätze. Von den 44 anwesenden Vertreterinnen und Vertretern erhielten Henning Kiani 40, Alexander Matthies 39 und Tobias Prautzsch 30 Stimmen. Alle drei wurden damit für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt.

Unter dem Tagesordnungspunkt 10. wurde der Antrag des Aufsichtsrats vorgestellt, sein Budget um 10.000,00 € zu erhöhen. Das jetzige Budget von 30.000,00 € besteht seit 2008. In den vergangenen Jahren steigen die Aufwandsentschädigungen der Aufsichtsratsmitglieder und die Kosten für die Fortbildung sowie die Ausbildungsseminare neuer Aufsichtsratsmitglieder sind erheblich gestiegen. Aus Sicht des Aufsichtsrats bestand nach nunmehr 18 Jahren der Bedarf für die beantragte Budgeterhöhung auf 40.000,00 €, um zukünftige Kostensteigerungen zu bewältigen.
Die Vertreterversammlung stimmte dem Antrag zu.

Sönke Witt, Vorstand der Gartenstadt Hamburg Stiftung, dankte für die von der Vertreterversammlung beschlossenen Zustiftungen und berichtete aus der immer aktiveren Stiftungsarbeit. Danach wurde Sonja Pochnicht von der Vertreterversammlung ohne Mitbewerber für weitere drei Jahre in den Beirat der Stiftung gewählt.

Zum Abschluss dankte Ulf Thiele den Vertreterinnen und Vertretern sehr herzlich für ihre Arbeit zugunsten unserer Genossenschaft. Besonders hervorgehoben wurden dabei diejenigen, die mit dieser Versammlung ihre teils seit Jahren und Jahrzehnten ausgeübte Vertretertätigkeit aus Altersgründen beendeten. Auch hier nochmals Danke! Es ist sehr wichtig, immer wieder Mitglieder zu ermuntern, dieses Ehrenamt zu übernehmen. Nur durch ihren Einsatz lebt unsere Genossenschaft!
Um 20:17 Uhr wurde das Ende der Vertreterversammlung festgestellt.

Ulf Thiele
Aufsichtsratsvorsitzender